Die Klientel bekommt ein überteuertes Ticket vom Sozialamt zugestellt

Nach neun Monaten des Hungerns erhält Fritz Müller erstmalig vom Sozialamt Bern eine überteuerte Fahrkarte zugestellt, mit der es ihm theoretisch möglich sein soll, Nothilfe überhaupt beantragen zu können. Zunächst herrscht da natürlich riesige Freude, denn für Fritz Müller zeichnet sich endlich Licht am Horizont ab – doch schon beim Lesen des zweiten Satzes stellt sich Ernüchterung ein. Die nicht zu übersehende Besonderheit, abgesehen von den Schreibfehlern in diesem Brief, das Ticket ist unerschwinglich für den Antragsteller, denn diese Fahrkarte soll mit den sFr. 8.-/Tag Nothilfe verrechnet werden, sofern Fritz Müller diese je vom Sozialamt erhalten sollte. Mehr im nächsten Blogbeitrag (b25027).

Permalink b25026

Absender (g____@bern.ch via pikettsarpikettsar@bern.ch)
Soziale Dienste Bern
Schwarztorstrasse 71
3007 Bern

Empfänger (fritz.mueller99@nirgendwo.ch)
Fritz Müller99, Nirgendwostrasse 99, 9999 Bern

Bern, 3. November 2014
(mit eingeschriebenen Brief erhalten am 11.11.2014)

Sehr geehrter Herr Fritz Müller99

In der Beilage erhalten Sie eine Mehrfahrtenkarte, damit Sie die Anmeldung auf dem Sozialdienst der Stadt Bern anmelden können.
Bitte beachten Sie, dass die Kosten für die Mehrfahrtenkarte als Vorschuss betrachtet wird und bei einer allfälligen Unterstützung durch den Sozialdienst der Stadt Bern mit dem Sozialhilfeanspruch verrechnet wird.

Freundliche Grüsse
G____

Quelle: Blogspot.com
Autoren: TAP Schweiz (admin)

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