Antrag auf Kostenübernahme Notfall Zahnarzt

Kein Zugang zum Gesundheitssystem bedeutet zwangsläufig, dass Menschen nur noch notfallmässig vom Zahnarzt behandelt werden. Sogar in dieser Situation verlangen die Ärzte vorgängig eine Kostengutsprache von Seite der Sozialen Dienste.

Thema heute: Seit Monaten leidet Fritz Müller99 unter schlimmen Zahnschmerzen – er kann seit Wochen nur noch auf der einer Seite essen, – und die Entzündung beim Kiefer sind so weit fortgeschritten, dass eine Blutvergiftung im Moment nicht ausgeschlossen werden kann. Der Antrag für die Übernahme der Krankheitskosten wird beim Sozialamt Bern notfallmässig eingereicht #tapschweiz #‎agenda2010leaks‬ http://twitter.com/tapschweiz

Permalink b25049

Absender (fritz.mueller99@nirgendwo.ch)
Fritz Müller99, Nirgendwostrasse 99, 9999 Bern

Empfänger (g___@bern.ch)
Soziale Dienste Bern
G___
Schwarztorstrasse 71
3007 Bern

Als Beweismittel per Mail an
Cc: l____@jgk.be.ch; m___@justice.be.ch; s____@justice.be.ch; l___@bger.admin.ch, Pressestellen und Politiker in der Schweiz

Bern, 19. Mai 2015

Antrag auf Kostenübernahme Notfall Zahnarzt

Sehr geehrter Herr G____

1)
Damit Herr Fritz Müller99 notfallmässig beim Zahnarzt an Kiefer und Unterkiefer behandelt werden kann, wird vorgängig vom städtischen Notfalldienst (+41 900 57 67 47) von Ihrer Seite zwingend eine Bestätigung der Kostenübernahme verlangt. Aufgrund der akuten Symptome kann eine mögliche Blutvergiftung nicht ausgeschlossen werden.

2)
Von daher darf ich Sie bitten, die notwendigen Sofortmassnahmen heute in die Wege zu leiten (Fahrkarte, Kostenübernahme Behandlungskosten etc.) mit Rück- und Statusmeldung an mich.

Link zum Nachlesen: http://tapschweiz.blogspot.ch/2015/05/b25049.html

Ich bitte um Kenntnisnahme und verbleibe mit freundlichen Grüssen

Anita Zerk, i.A. Fritz Müller99

1 Exemplar (b25049) als Mail an g____@bern.ch (persönlich adressiert)
Als E-Mail anonymisiert an Pressestellen und Politiker in der Schweiz

Die Korrespondenzadresse für diesen Case mit Nummer b25049 ist die Antragstellende Partei, Fritz Müller99 – aufgrund seiner Mittel- und Obdachlosigkeit teils legitimiert durch Anita Zerk – die Antragstellende Partei sich u.a. Druckkosten, Portokosten usf. nicht leisten kann. Die Zustelladresse (Absender) behält bis auf Weiteres seine Gültigkeit. Der Briefkasten an der Nirgendwostrasse 99 in 9999 Bern wird weiterhin geleert.

Quelle: via @TAP Schweiz, May 19, 2015 at 04:21PM

Autoren Anita, Fritz, Sepiano und Kolessandra …

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